Berlin, 22.01.2010

„die Fremde" feiert Weltpremiere auf der Berlinale

Wie heute offiziell bekannt gegeben wurde, wird Feo Aladags Kinodebüt „die Fremde" mit Sibel Kekilli in der Hauptrolle, sowie an ihrer Seite Florian Lukas, Alwara Höfels, Nursel Köse und den türkischen Stars Settar Tanriögen und Derya Alabora in weiteren Rollen im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin als Panorama Special seine Weltpremiere feiern.

Über sechs Jahre lang arbeitete die bereits als Schauspielerin etablierte Feo Aladag an ihrem atemberaubenden Erstlingswerk. Sie schrieb nicht nur die packende Drehbuchvorlage, sondern fungierte mit ihrer neu gegründeten Independent Artists Filmproduktion auch als Produzentin und realisierte den Film kongenial in ihrer dritten Funktion als Regisseurin.

Alice Schwarzer sagt über „die Fremde":

„Dies ist der erste Film, der uns eine leidenschaftliche, aber unsentimentale Innensicht einer jungen Türkin liefert, die zwischen den Kulturen zerrissen ist: zwischen der gewaltvoll-patriarchalen Tradition aus Anatolien und dem emanzipierten Leben in Berlin. Umay wird ihren Ausbruch in die Freiheit sehr teuer bezahlen – dennoch ist der Blick auf die Väter und Brüder, die zu Tätern werden, zwar konsequent, doch gleichzeitig differenziert. Die SchauspielerInnen sind alle großartig, allen voran Sibel Kekilli. Dieser Debütfilm von Feo Aladag ist ein wahrer Augenöffner.“

Wir freuen uns, Ihnen im Rahmen der Berlinale Interviewtermine mit den Filmschaffenden, allen voran Feo Aladag und Sibel Kekilli, anzubieten.

„die Fremde", ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat "besonders wertvoll", wurde bereits für den DEUTSCHEN FILMPREIS 2010 vorausgewählt und startet bundesweit am 11. März 2010 im Majestic Filmverleih.

"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen.

Sie weiß, dass sie ihrer Familie damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab.

Umay verliebt sich in Stipe (Florian Lukas) und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist...

Man glaubt, die Geschichte aus den Nachrichten zu kennen - aber Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin Feo Aladag gelingt in ihrem atemberaubenden Kinodebüt „die Fremde" ein vielschichtiges und ergreifendes Familienportrait, fern jeglicher Klischees. Unterstützt wird sie dabei von herausragenden Schauspielern: Sibel Kekilli („Gegen die Wand") entwickelt in der Hauptrolle einen Sog, dem sich der Zuschauer nicht entziehen kann; an ihrer Seite spielen Florian Lukas („Nordwand"), Alwara Höfels („Keinohrhasen"), Nursel Köse („Auf der anderen Seiten") und die türkischen Stars Derya Alabora und Settar Tanrıöğen. Dieser Film hat nicht nur ein brisantes Thema, sondern ist vor allem ein mitreißendes Kino-Erlebnis von seltener Kraft.

„die Fremde" wurde produziert von Feo Aladag und Züli Aladag („Wut“, „Elefantenherz") und ist eine Produktion der Independent Artists Filmproduktion in Co-Produktion mit dem WDR, rbb und arte, gefördert mit Mitteln des Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt, des Medienboard Berlin-Brandenburg, des BKM, der Filmstiftung NRW und
des Kuratoriums junger deutscher Film.

Weitere Informationen zum Film finden Sie unter ww.presse.majestic.de oder wenden Sie sich gerne an die betreuende Presseagentur.

Pressekontakt:
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